Krieg ist Frieden
...Bei allem Respekt vor Präsident Bush: Nein, es ist nicht so, dass die Weltbevölkerung sich entscheiden muss zwischen den Taliban und der US-Regierung. Alle Schönheiten der menschlichen Zivilisation - unsere Kunst, unsere Musik, unsere Literatur - liegen jenseits dieser zwei fundamentalistischen, ideologischen Pole. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Menschen der Welt mittelständische Konsumenten werden können, ist ebenso klein wie die, dass alle sich für ein und dieselbe Religion entscheiden. Bei alledem geht es nicht um Gut gegen Böse oder Islam gegen Christentum, sondern um Raum. Es geht darum, Platz zu haben für Vielfalt, es geht darum, den Drang zur Vorherrschaft zu zügeln - jeder Art von Vorherrschaft, wirtschaftlicher, militärischer, sprachlicher, religiöser und kultureller...
Arundhati Roy Weltwoche 44/01
ganzer Text, engl. Original
